Vom 20. bis zum 22. Februar fanden im Sindelfinger Glaspalast die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften statt. In gewohnter Umgebung zeigten die Nachwuchsathleten starke Ergebnisse und ließen sich vom Titelgewinn der Männerstaffel am Freitagabend anspornen.
Titelverteidigung geglückt
Über 3x1000m der Männer gelang unseren Jungs sensationell die Titelverteidigung in einem spannenden und hochklassigen Rennen in 7:20,17 min vor Osnabrück und Sindelfingen.
Alexander Kessler lieferte als Startläufer ein taktisch kluges Rennen und übergab nach 2:29 min knapp in Führung liegend. Sein Bruder Christoph Kessler setzte sich in einem Quartett der vier führenden Teams in guten 2:26 min durch und schickte den Schlussläufer Lorenz Herrmann auf die Reise, der den Titel nach zwei sehr guten Schlussrunden und einer Einzelzeit von 2:25 min in die Fächerstadt holte.
Nach den Ausfällen von Sophia Wolf und Fabienne Berg stark ersatzgeschwächt, stellte sich die U20-Athletin Isalie Deusch in den Dienst der 3x800m Frauen-Mannschaft und lief als Startläuferin gute 2:21 min. Adeline Haisch schloss anschließend in 2:14 Minuten die große Lücke zum Feld wieder, ehe Helena Schenk mit einem beherzten Endspurt in 2:16 Minuten noch auf Platz sechs in der Gesamtzeit von 6:52,88 Minuten knapp hinter Berlin und vor Köln ins Ziel lief.

Anton kratzt an 9 Minuten Marke
Yannis Wagner ging nach seiner starken Bestleistung beim Indoor-Meeting mit viel Selbstvertrauen an den Start. Vor großer Kulisse hatte er dort noch eine persönliche Bestzeit auf die Bahn gezaubert. Dieses Mal jedoch machen ihm Rückenschmerzen einen Strich durch die Rechnung. Trotz der Einschränkungen stellte sich der noch der U18 angehörende Athlet der älteren Konkurrenz in der MU20 und kämpfte sich über die 1500 Meter in 4:13,16 Minuten (Platz 22) ins Ziel. Auch wenn es diesmal nicht für eine Top-Platzierung reichte, sammelte Yannis wertvolle Erfahrungen auf nationaler Ebene – eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Sommersaison.
Über 800 m der weiblichen Jugend holte sich Judit Aechtle im Vorlauf am Samstag in 2:14,06 min ein großes Q und somit die Finalqualifikation. Einen Tag später konnte sie in einem engen Finale lange gut mithalten und nach einer sehr schnellen Schlussrunde Platz sieben in 2:14,83 Minuten erringen.
Till Oke Weiß lief über 3000 m der U20 ein beherztes Rennen, überstand auch eine Schwächephase nach ca. 2 Kilometern und wurde in neuer Hallenbestzeit von 8:51,44 min Zweiter im B-Finale, was letztlich für einen hervorragenden 10. Gesamtrang reichte. In seinem Schlepptau gelgnf auch Anton Meier, der noch der U18 angehört, ein tolles Rennen über die 15 Hallenrunden, das er in neuer Bestzeit von 9:00,41 min auf Gesamtrang 20 abschloss.
Lilly mit Bestzeit ins Finale
Über die kurze Hürdenstrecke durfte sich Mehrkämpfer Philipp Soren Tico über eine neue Bestzeit freuen. In 8,30 Sekunden kam er als Fünfter seines Vorlaufs ins Ziel. Elias Hildebrand sprang mit 6,96 m gleich im ersten Versuch nahe an die 7 Meter Marke. Er ließ weitere gute Sprünge folgen und erreichte in einer starken Konkurrenz abschließend den siebten Platz.
Lange musste Lilly Wieland auf ihren Start über 200 Meter warten, denn sie ging erst im 13. von insgesamt vierzehn Halbfinals in den Startblock. Davon ließ sie sich jedoch keineswegs beirren und lieferte zum Saisonhöhepunkt eine neue Bestzeit ab. Mit 24,67 Sekunden qualifizierte sie sich für einen der zwei gleichberechtigten Finalläufe und stand bereits eine Stunde später wieder auf der Bahn. Während ihre Konkurrentinnen teils eine Stunde mehr Pause hatten, musste Lilly dem kurzen zeitlichen Abstand etwas Tribut zollen und kam nicht mehr ganz an ihre kurz zuvor aufgestellte Bestzeit heran. Mit 25,16 Sekunden belegte sie Rang sieben und rundete ihre starke Hallensaison ab.
In der 4x 200m Staffel lief das Quartett mit Lilly, Olivia Kuran, Karoline Schulze und Nea Elmer mit einer Zeit von 1:44,11 Minuten auf Rang fünfzehn.



