Hinter den Athleten der LG Region Karlsruhe liegt eine erfolgreiche Hallensaison. Viele befinden sich nun schon in der Vorbereitung auf die anstehende Sommersaison. Somit bleibt etwas Zeit, um auf die vielen Wettkämpfe und Ergebnisse zurückzuschauen.
Am letzten Januarwochenende fanden in der heimischen Europahalle die Baden-Württembergischen Meisterschaften von der U18-Altersklasse bis hin zu den Aktiven statt.
Hochspringer zweimal auf dem Podest
Im Weitsprung der WU20 an den Start ging Sarah Ponzelar. Wenn auch der Ausreißer nach oben fehlte, zeigte sie eine solide Serie und erreichte mit 4,77 m den 9. Platz.
Im Hochsprung der Männer gingen mit Marlon Gräfe und Rostyslav Kaperyz gleich zwei LGRler mit klaren Medaillenabsichten an den Start. In seinem ersten Wettkampf im roten Trikot sprang Rostyslav 2,04 m und konnte sich damit den Baden-Württembergischen Meistertitel sichern. Marlon erwischte leider technisch keinen guten Tag und musste sich nach seinem dritten Fehlversuch bei 2,06 m, aufgrund zuvor ausgelassener 2,04 m, mit 2,02 m und damit dem Bronzerang zufriedengeben.
In der männlichen Jugend U18 vertrat Jakob Schmidt die LGR im Hochsprung. Nach deutlichem Überqueren der 1,6 5m und 1,70 m, blieb die Latte bei 1,75 m auch im letzten Versuch, wenn auch haarscharf, leider nicht liegen. Mit einem 8. Platz und einer neuen Hallen-PB kann Jakob in seinem ersten Hochsprung-Wettkampf des Jahres dennoch zufrieden sein.


BW-Titel für Jakob und weitere Läufermedaillen
Über 1.500 m gewann Judit Aechtle mit einer Zeit von 4:32,77 Minuten die Bronzemedaille in der WU20 und erfüllte damit auch die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften.
Bei den Frauen konnte Adeline Haisch in einem eher taktisch gelaufenen Rennen trotzdem bis auf 2 Hundertstel an die DM-A-Norm heranlaufen und in 4:26,02 Silber nach Karlsruhe holen. Die Formkurve in Richtung Hallen-DM zeigt mit klar erfüllter B-Norm nach oben.
Yannis Wagner sammelte wichtige Erfahrungen in einem Meisterschaftsrennen, das mit einer sehr langsamen Bummelphase begann und auf den letzten Runden entschieden wurde. Mit einer 27er-Schlussrunde zeigte Yannis sein Sprintvermögen und sicherte sich in taktischen 4:19,82 min den 3. Platz in der MU18 über 1500m. Jakob Etzel überraschte mit einem taktisch sehr cleveren Rennen und einer pfeilschnellen Schlussrunde und holte sich in 4:28,33 sensationell den BW-Titel!
Robert Lahmann kam über 400 m in neuer Hallenbestzeit von 50,47 Sekunden auf Platz sieben und Joel Tutzschky in 51,11 Sek. auf Platz neun.
Am Sonntag sicherte sich Judit auch über die vier Hallenrunden die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften und gewann in 2:13,77 Minuten ihre zweite Medaille, diesmal Silber. Isalie Deusch überraschte über die 800 m in der WU20 nicht nur sich selbst und zauberte in 2:18,78 Minuten eine um drei Sekunden verbesserte PB auf die Bahn. Auch Adeline konnte nach der Belastung am Vortag mit einem dritten Rang, der DM B-Norm und einer guten Zeit von 2:10,19 Minuten vollauf überzeugen.
Tim Schulz ersprintete sich nach längerem Verletzungsausfall überraschend den 3. Platz und steigerte seine Bestzeit auf starke 2:01,96 Minuten.
Ebenfalls in sehr guter Verfassung zeigte sich Alex Kessler, der in 1:52,47 Minuten sogar die DM A-Norm unterbieten und sich somit nicht nur die BW-Bronzemedaille, sondern auch das garantierte DM-Ticket sichern konnte. Joel blieb in 2:00,23 Minuten nur knapp über der zwei Minutenmarke.
Über die 3000m der MU20 lief Andrin Kägi ein couragiertes Rennen, errang BW-Silber und scheiterte in 9:06,79 Minuten nur haarscharf an der DM-Norm. Aurina Coletti, als Schweizerin bei Landesmeisterschaften für die LGR startberechtigt, lieferte sich einen harten Kampf um den Titel und konnte letztlich in sehr starken 9:59,85 Minuten eine Bestzeit und BW-Silber einfahren. In ihrem Sog absolvierte Pia Glauner überragende 15 Runden und blieb in neuer Bestzeit von 10:16,42 Minuten mehr als 10 Sekunden unter der DM Norm.


Sprinter mit schnellen Staffeln
In der weiblichen U18 überzeugte vor allem Lilly Wieland: Über 60 m gewann sie in 7,95 s mit persönlicher Bestzeit das B-Finale. Über 200 m setzte sie mit 24,75 s noch einen drauf, sicherte sich den Landestitel, stellte einen neuen U18-Kreisrekord in der Halle auf und erfüllte gleichzeitig die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften. Constanze Ansorge erreichte über 60 m in 8,43 s den Vorlauf, während Nea Elmer bei ihrem ersten 400-m-Rennen mit 62,01 s direkt auf Rang acht lief.
In der weiblichen U20 sprintete Nora Zepf über 60 m in 7,87 s auf Platz drei im A-Finale. Sarah Ponzelar erreichte in 8,48 s den Vorlauf. Gemeinsam mit Lilly, Olivia Kuran und Nea sorgte Nora außerdem für einen weiteren Höhepunkt: Das Quartett gewann die 4×200-m-Staffel in 1:43,94 min und unterbot ebenfalls die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften.
Auch bei den Frauen gab es mehrere Finalteilnahmen. Über 60 m qualifizierten sich Celine Böer (7,67 s), Nicole Frey (7,70 s PB) und Pia Ringhoffer (7,78 s) geschlossen für das A-Finale und belegten dort die Plätze fünf bis sieben. Pia erreichte über 200 m in 25,83 s Rang acht, während Louisa Breuer über 400 m in 59,45 s Sechste wurde.
Die männliche U20-Staffel mit Lukas Anstötz, Soren Tico, Jacques Labroue und Julian Weihs lief über 4×200 m in 1:32,92 min auf Platz fünf und sicherte sich ebenfalls die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften.
Bei den Männern überzeugten die LG-Sprinter besonders in den kurzen Sprints. Über 60 m erreichte Philipp Ippen in 7,02 s (SB) Platz fünf im A-Finale. Noah Heil gewann in 7,05 s das B-Finale, Maxim Sorkin wurde dort mit persönlicher Bestzeit von 7,09 s Vierter. Noah Ruedel (7,23 s) und Joao Cardoso Neves (7,40 s) komplettierten das starke Mannschaftsergebnis. Über 200 m sprintete Julian Bowe in 22,53 s (SB) auf Rang drei, gefolgt von Philipp (22,57 s, Platz fünf) und Noah Heil (22,62 s PB, Platz sieben). Noah Ruedel belegte in 22,75 s (SB) Rang neun. Zum Abschluss krönte die Männerstaffel mit Noah Ruedel, Maxim Sorkin, Julian Bowe und Philipp Ippen den Wettkampf: In 1:28,36 min sicherte sich das Quartett den Landestitel über 4×200 m und erfüllte zudem die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften.










