Auf starke Konkurrenz trafen die LGR-Athleten beim Internationalen Stadtwerke Meeting in Sindelfingen am vergangenen Wochenende. Dort knüpften sie nahtlos an die Ergebnisse der Vorwoche an und durften sich über weitere Normerfüllungen und Leistungssteigerungen freuen.
Staffel erfüllt B-Norm
Schnellste Karlsruher Sprinterin war erneut Celine Böer über 60 m. In 7,67 Sekunden rannte die Sprinterin ungefährdet zum Vorlaufsieg, verzichtete allerdings zugunsten der Staffel auf eine Finalteilnahme. Im Finale glänzte dafür Hürdensprinterin Nicole Frey mit neuer Bestzeit von 7,76 Sekunden. Einen Auftakt nach Maß gelang den Sprinterinnen der Weiblichen Jugend U20 über 60m. Nea Elmer (8,30 s), Line Scheefer (8,45 s) und Sarah Ponzelar (8,48 s) konnten bereits im Vorlauf neue Bestzeiten aufstellen. Nora Zepf (7,93 s) und Constanze Ansorge (8,35 s) schraubten im anschließenden Finale ihre Bestzeiten weiter nach unten. Line Scheefer bestätigte über die Hallenrunde ihre Zeit aus der Vorwoche in 28,50 Sekunden.
Die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften sicherte sich das 4x200m-Staffelquartett mit Celine, Pia Ringhoffer, Nele Zwirner und Lilly Wieland in 1:39,88 Minute. Damit blieben sie nur zwei Zehntel über dem Kreisrekord der vergangenen Saison.
Sprinter zeigen ansteigende Form
Die Formkurve von Philipp Ippen und Julian Bowe zeigt in die richtige Richtung. Nachdem beide noch in Mannheim über 60 m in 7,09 s bzw. 7,17 s in Ziel kamen, konnten sie sich in Sindelfingen auf 7,05 s bzw. 7,17 s verbessern. Neben den beiden schaffte auch Neuzugang Noah Heil den Sprung ins Finale und lief dort starke 7,09 s. Für Julian ging es anschließend noch über die 200 m an den Start, wo er in 22,59 Sekunden bis auf eine Zehntel an seine persönliche Bestzeit heranlaufen konnte. Für Noah und Philipp ging es derweil zusammen mit Noah Ruedel und Maxim Sorokin auf die Rundbahn für die 4x200m Staffel. Ungefährdet konnten die Sprinter an diesem Tag den Sieg in Sindelfingen einfahren und wie das weibliche Quartett in 1:29,61 Min. die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften unterbieten.


Steigerung von Sprung zu Sprung
Seinen Einstieg in die Hallensaison absolvierte Hochspringer Marlon Gräfe in Sindelfingen – wenn auch noch aus einem verkürzten Anlauf heraus. Nach langer Wartezeit bis zu seiner Einstiegshöhe benötigte der Deutsche U20-Meister des Vorjahres zunächst einige Sprünge, um in den Wettkampf zu finden, steigerte sich jedoch, als es darauf ankam. Mit im dritten Versuch übersprungenen 2,08 m erfüllte er direkt die A-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Aktiven und legte anschließend 2,11 m im ersten Versuch nach. Damit sicherte er sich den Wettkampfsieg, den aktuell ersten Platz in der deutschen Bestenliste und verbesserte seine bisherige Hallenbestleistung deutlich (alt: 2,04 m). Lediglich die aufgelegten 2,15 m waren an diesem Tag noch zu hoch, erschienen jedoch bereits in Reichweite.
Platz zwei hinter Simon Ehammer
Auch für Weitspringer Elias Hildebrand stellte das Hallenmeeting Sindelfingen seinen Saisonauftakt dar. Direkt im ersten Versuch gelang Elias mit 7,09 m eine neue Hallenbestleistung und damit souverän die Norm (6,90m) für die Deutschen U20-Meisterschaften. In den folgenden Durchgängen zeigten sich zwar kleine technische Unsauberkeiten, dennoch gelangen ihm weitere Sprünge um und über 6,90 m, dies teils sogar klar ohne Brett. Mit den gesprungenen 7,09 m belegte Elias am Ende den zweiten Platz im Feld der Aktiven – nur geschlagen vom WM-Bronzemedaillengewinner von 2022, Simon Ehammer. Gleichzeitig rangiert er damit aktuell auf Platz zwei der deutschen U20-Bestenliste. Leider zog sich Elias im fünften Versuch eine leichte Sprunggelenksverletzung zu. Nun gilt es zu hoffen, dass er in den kommenden Wochen mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften Ende Februar schnell wieder vollständig fit wird.
Nur rund 25 Minuten nach ihrer neuen 60-m-Bestleistung stand Sarah Ponzelar bereits im Weitsprung der WU20 wieder am Anlauf. Dort erwischte sie jedoch keinen guten Tag im Anlauf. Nach zwei Sprüngen deutlich vor dem Brett folgte ein ungültiger dritter Versuch, womit sie den Wettkampf beendete. Mit 4,42 m blieb sie an diesem Tag leider unter ihren Möglichkeiten.


Läufer mit Saisoneinstieg und Normerfüllungen
Über 800 m lief Neuzugang Judit Aechtle nach 2:11,06 Minuten ins Ziel und erfüllte damit sowohl die Norm für die U20-Meisterschaften als auch die B-Norm der Aktiven. Letztere unterbot auch Adeline Haisch in 2:12,52 Minuten, die einen guten “Rust-buster-Wettkampf” abliefert. Nach einer Oberschenkelverletzung gelang Alexander Kessler mit 1:55,00 Minuten und als vorsichtigen Test-Wettkampf ein gutes Ergebnis. Joel Tutzschky lief nach 1:58,98 Min. ins Ziel und Valentin Irrek stieg mit 2:01,92 Minuten in die Hallensaison ein.
Nachdem der DLV die Nominierungskriterien für die Jugendhallenmeisterschaften in diesem Jahr angepasst hat und nur noch Hallenleistungen und keine Freiluftleistungen mehr akzeptiert, ging ein ganze Reihe junger LGR-Läuferinnen und Läufer über 1.500 Meter auf Normjagd. Mit einem klugen Taktikrennen und einem guten Finish blieb Anton Meier als schnellster LGRler in 4:08,36 Min. unter der U20-DM-Norm und durfte sich als U18-Athlet zugleich über eine neue Bestleistung freuen. Nur drei Hundertstel nach ihm kam Till Oke Weiß ins Ziel und erfüllte ebenfalls die Norm. Für sein ausgeglichenes Rennen mit einem guten letzten Drittel belohnte er sich zudem mit einer neuen Bestzeit. Eine starke Leistung mit viel aktiver Tempoarbeit lieferte Yannis Wagner ab. In 4:10,24 Minuten schrammte er nur haarscharf an der DM-Norm (4:10,20 Min.) vorbei. Durch die unglückliche Laufeinteilung war Jakob Etzel der Schnellste im dritten Lauf und musste viel Arbeit von vorne leisten. Trotzdem erzielte er mit 4:16,77 Min. fast eine neue Bestzeit. Andrin Kägi (4:22,01 Min.) und Joona Hakenes (4:31,77 Min.) durften sich hingegen über neue Bestleistungen freuen.
In ihrem ersten U20-Jahr bewies Pia Glauner ihre starke Form mit der Normerfüllung und neuer Bestzeit. Nach einem sehr gleichmäßigen und rundem Rennen lief sie in 4:49,97 Minuten ins Ziel. Trotz eines sehr schnellen Angangs und viel Kampfgeist im letzten Drittel erreichte auch Isalie Deusch mit 5:05,21 Minuten eine neue Bestleistung.















