Am frühen Samstagmorgen machten sich einige Athletinnen und ein Athlet der Altersklasse U16 und U14 auf Richtung Schweizer Grenze, um sich in Lörrach mit ihren Konkurrenten aus Baden im Mehrkampf zu messen. Bei solidem und zum Erstaunen der Anwesenden weitgehend niederschlagsfreiem Wetter konnten unsere Mehrkämpfer gleich vielfach auftrumpfen.
Glück und Pech im Siebenkampf
Die Vier- und Siebenkampftitel bei der WU16 fielen schließlich vollständig in MTV-Hände. Mit starken 2.078 bzw. 3.461 Punkten (jeweils PB) durfte sich Livia Zaschke-Zetterström in der W15 gleich zweimal die Goldmedaille umhängen lassen. Aus einem gleichmäßig guten Auftritt ragten bei ihr an diesem Tage die Sprungergebnisse heraus. Im Weitsprung tastete sie sich mit 4,96 m ganz dicht an die 5 Meter-Marke heran und im Hochsprung meisterte sie erstmals 1,52 m. Leider hatten die beiden anderen W15-Starterinnen Pauline Sauer und Nea Elmer nach einem starken ersten Tag (Vierkampf: Ränge 5 und 6) etwas Pech: Nea stürzte am Sonntag beim Hürdensprint und Pauline machte im Speerwurf drei ungültige Versuche.

Starkes Teamergebnis mit Goldmedaillen gekrönt
Noch stärker zeigten sich unsere W14-Athletinnen. Hier übernahm von Beginn an Hannah Link die Führung in Vier- bzw. Siebenkampf, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollte. Am Ende standen sehr starke 2.017 bzw. 3.510 Zähler (beides PB) zu Buche. Herausragend bei Hannah waren wie gewohnt ihre Sprintergebnisse. Nachdem sie über 100 m – leider mit zu starker Windunterstützung – fantastische 12,57 Sekunden gesprintet war, ließ sie bei korrektem Wind am Sonntagmorgen durch den 80 m Hürdenwald 12,01 Sek. folgen, was zugleich einen neuen LGR-Rekord bedeutete! Zu solchen Höchstleistungen angetrieben wurde Hannah nicht zuletzt durch die Konkurrenz in den eigenen Reihen. Mit Laura Bölcskei hatte der MTV nämlich ein zweites heißes Eisen im Feuer. Mit 1.951 bzw. 3.406 Punkten (letztere PB) holte sich Laura jeweils die Bronzemedaille. Absolut spitze präsentierte sie sich dabei im Hürdensprint, wo sie in 12,22 Sekunden Hannah tatsächlich nur ganz wenig nachstand. Und schließlich konnte auch Paula Hecking, die erst seit einem Jahr Leichtathletik betreibt, mit Platz 8 bzw. 9 sehr zufrieden sein. Besondere Erwähnung verdient ihre Hochsprungleistung, wo sie 1,48 m überquerte.
Ein Glückwunsch geht an die gesamte U16-Mädchenmannschaft, die als Team herausragend funktionierte und angesichts ihrer außergewöhnlichen Leistungsstärke zugleich für die nötige interne Konkurrenz sorgt. Dass man in Lörrach natürlich auch noch die WU16-Mannschaftswertungen (4- und 7-K.) für sich verbuchen konnte, war dann nur noch Formsache. Für das zweite Team sprang zudem die Bronzemedaille heraus.


Neun Disziplinen ohne Schwäche
Last but not least hatten wir mit Florian Karcher für den Vier- bzw. Neunkampf auch bei den Jungs (M14) einen Mitfavoriten in Lörrach dabei. Von Beginn an etablierte sich Florian bei seinem ersten Neunkampf in der Spitzengruppe. Am Ende des ersten Tages wurde er für seinen bis dahin gezeigten Vierkampf (2.070 P./PB) mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Bei einem Wettkampf auf Bestleistungsniveau ragten am ersten Tag sicherlich der Weitsprung (5,24 m / PB) und das Kugelstoßen heraus, wo Florian mit 12,09 Metern die Konkurrenz deutlich distanzierte. Tag zwei brachte Florian schließlich nach einem beeindruckend starken Auftritt ohne jede Schwäche die Goldmedaille im Neunkampf ein. Mit seinen 4.607 Punkten deutete Florian an, wohin seine zukünftige Reise führen sollte: in die Spitze der nationalen Mehrkämpferszene.
Julius Kohlbeck absolvierte in Lörrach seinen ersten Neunkampf und setzte seine Hausmarke bei 3816 Punkten, wobei er auch im 4-Kampf (1671 P) eine neue Bestleistung aufgestellt hat. Vor allem in den Sprintdisziplinen über 100m (13,52 Sek.) und 80 m Hürden (12,93 Sek.) konnte er sich deutlich steigern. Wenn auch die Zeiten durch die Windunterstützung nicht in die Bestenliste eingehen, sammelte er viele Punkte. Nach einem guten ersten Tag, gingen ihm am Ende die Kräfte aus, sodass Julius im Speerwurf und über die abschließenden 1000m leider unter seinen Möglichkeiten blieb. Alles in allem zeigte er sich aber mit seinem 6. Platz im 4-Kampf und dem 5. Platz im 9-Kampf sehr zufrieden.
Bei der U14 konnte Rosa Löffler (W12) im Vierkampf einen tollen 5. Platz erreichen, Tim Wieland bei der M13 einen 8. Platz. Die weibliche U14 Vierkampfmannschaft mit Rosa, Maryam Kruse und Wilma Malchow schaffte es am Ende auf einen Podestplatz und bekam die Bronzemedaille umgehängt.

