Die Bauhaus Junioren Gala in Mannheim ist schon seit einigen Jahren der Nominierungswettkampf des DLV für die internationalen Meisterschaften der Jugend U20 und in diesem Jahr auch für die U18. In hochklassig besetzten Feldern durften sich die Jugendlichen nicht nur mit der nationalen, sondern auch mit starker internationalen Konkurrenz messen und um die finalen Startplätze für die U20- Europameisterschaften und das EYOF kämpfen.

Antje Pfüller erledigte ihre Aufgabe über 1.500 Meter bravurös. In dieser Saison war mit Lisa Hausdorf bisher eine U18-Athletin schneller gewesen und daher galt es nun sich zu behaupten, um den Startplatz für das European Youth Olympic Festival klar zu machen. In einem schnellen Rennen lief sie vorne mit und sorgte zeitweise auch selbst für das Tempo. Auf der Schlussrunde musste sie nur zwei Athletinnen aus der Slovakei und der Schweiz ziehen lassen und kam nach 4:24,80 Minuten als erste Deutsche ins Ziel. Damit kann sie nun sicher mit dem EYOF in Baku planen.

Sprichwörtlich nach Baku gesprungen ist Mikalle Assani. Schon früh in der Saison hatte Mikaelle das Ziel formuliert, Teil der Mannschaft zu werden, die in Baku an den Europäischen Olympischen Jugendspiele teilnimmt. Dazu musste sie bis Mitte Juni zu den besten drei deutschen U18-Weitspringerinnen gehören, um nach Mannheim eingeladen zu werden. Mit 6,11m aus dem Wettkampf in Weisenbach vergangenes Wochenende hatte sie dieses Ziel erreicht.

Recht nervös begann Mikaelle den Wettkampf in Mannheim, der bei tropischen Temperaturen allen Athleten eine Menge abverlangte, auch mit einem ungültigen Versuch, ehe sie im 2. Versuch mit 6,01m eine erste Marke setzen konnte, die lange zur Führung in der U18-Wertung reichte. Im vierten Versuch wurde sie von Bettina Kappert mit gesprungenen 6,13m vom ersten Platz verdrängt, die sich schon sicher für Baku qualifiziert sah, denn zwei weite aber ungültige Versuche von Mikalle änderten nichts am Klassement – bis zum letzten Versuch.

Mit einem gewaltigen Satz auf 6,22m bei gültigem Wind von +1,3 m/s setzte sich Miakelle an die Spitze des U18-Feldes und sorgte für Entsetzen bei Bettina Kappert, die nicht mehr kontern konnte und Mikalle setzte dabei um, was ihr Technik-Coach Udo Metzler schon seit Wochen predigt: „Wenn du einmal zu Ende springst landest du bei 6,20-6,30m“.

Damit schiebt sich Mikaelle in der Bestenliste gewaltig nach vorne und wäre eigentlich eine heiße Kandidatin für einen möglichen DM-Titel in Ulm, daraus wird jetzt nichts, denn zu diesem Zeitpunkt ist Mikaelle, erstmalig als Teil der deutschen Nationalmannschaft, beim EYOF in Baku am Start.

Das Trainerteam Udo Metzler und Sofia Gausmann gratuliert herzlich und ist stolz darauf zu zeigen, wie Kooperation zwischen Trainern und Trainingsgruppen erfolgreich gelingen kann. Wir wünschen Mikalle und Antje für ihre Einsätze im Nationaltrikot alles Gute, viel Spaß und viel Erfolg.

 

Am Sonntag ergriff Lorenz Herrmann zu Beginn seines 800 Meter Rennens mutig die Initiative, um die letzte kleine Chance auf die U20-EM-Norm zu nutzen. Ohne Tempomacher war dies jedoch fast ein unmögliches Unterfangen, sodass er nach einem sehr guten Rennen in 1:52,13 Minuten als Zweitbester Deutscher ins Ziel kam.

Doch auch in den Rahmenwettbewerben zeigten die Athleten angesichts der extremen Bedingungen starke Leistungen. Holger Körner lief über 800 Meter Saisonbestleistung und blieb mit 1:50,50 Minuten nochmals unter der DM-Norm für Berlin. Dahinter kam Tobias Ferreira in 1:52,25 Minuten ins Ziel. U20-Athlet David Mahnke zeigte in 1:56,86 Minuten ein gutes Rennen und Nils Kleber erreichte nach 1:58,28 Minuten das Ziel.

Ein sehr gutes Rennen brachte Adeline Haisch auf die Bahn. Im Alleingang von vorne kam sie in 2:11,40 Minuten dicht an ihre persönliche Bestzeit aus der Halle heran. Franziska Stöhr war leider ohne direkt Gegnerinnen unterwegs. Dennoch kann sie mit ihrer Zeit von 2:19,86 Minuten zufrieden sein.

 

Ergebnisse