„Das Interesse der Top-Athleten hat enorm zugenommen!“, so der Mitorganisator Simon Stützel. Die vierte Auflage der „Langen Laufnacht“ am 18. Mai 2019 im Carl-Kaufmann-Stadion in Karlsruhe verspricht neben enormer Quantität auch eine extreme Qualität. Athleten aus mehr als 20 Nationen haben gemeldet und werden der vierten Auflage internationales Flair verleihen.

So trifft über 5.000 m auf der Jagd nach der WM-Norm für Doha die EM-Vierte von Berlin, Alina Reh, auf Anna Gehring (Köln), die Dänin Maja Alm, die Schwedin Lisa Havell und das niederländische Nachwuchstalent Jasmijn Lau. Bei den Männern über 5.000 m könnte der Meetingrekord fallen. Mit Ilyas Osman (TV Waldstraße Wiesbaden, Somalia) und dem Ungarn Benjamin Kovacs sind einige Athleten gemeldet, die die 14 Minuten Mauer deutlich unterbieten können.

Große Felder werden auch in den 3.000 m-Hindernisrennen zu erwarten sein. Bei den Frauen bestreitet Elena Burkhardt, EM-Sechste des vergangenen Jahres ihren Saisoneinstieg gegen die beste Europäerin der Cross-WM 2019, Anna Emilie Moeller (DEN). Das Hindernisrennen der Männer gleicht einem DM-Finale mit internationaler Beteiligung: Ali Alamri Ahmed aus Saudi-Arabien und Jakob Abrahamsen aus Dänemark müssen sich gegen die komplette nationale Spitze mit Tim Stegemann, Robert Baumann und Konstantin Wedel durchsetzen. Verletzungsbedingt musste Martin Grau seinen Start leider absagen.

Auf den Mittelstrecken ist über 1500 Meter ein Feuerwerk zu erwarten. Der amtierende Vize-Europameister im Crosslauf Isaac Kimeli (Belgien) und Jeroen D’Hoedt (Belgien) werden auf die Zeitenjagd in Richtung 3:34 Minuten gehen. Mit dieser absoluten Topzeit lag man in der europäischen Bestenliste von 2018 auf Platz fünf. Lokalmatador Christoph Kessler will diese Tempohatz nutzen, um selbst seine Bestzeit von 3:41 Minuten zu steigern. Bei den Frauen begrüßt das Orga-Team die deutsche 800m-Hallenmeisterin Katherina Trost (München), die die Stimmung in Karlsruhe zu einem schnellen Saisonstart nutzen möchte und am vergangen Wochenende in Pliezhausen bereits mit einer schnellen 1000 m Zeit überzeugte. Gefordert wird sie unter anderem von Stefanie Barmet aus der Schweiz und der Karlsruherin Jana Reinert.

Auch über die 800 Meter wackeln beide Meetingrekorde, vor allem durch die „Grande Dame“ der 800 Meter und mehrfache Deutsche Meisterin, Christina Hering (LG Stadtwerke München) und die Aufsteigerin des letzten Jahres, Hanna Klein (SG Schorndorf). Aber auch die Italienerin Irene Baldessari kann ebenso unter den 2:04 Minuten bleiben wie die Finnin Aino Pauonen, Mareen Kalis aus München oder die Studentenweltmeisterin Caterina Granz aus Berlin. Ebenfalls starke internationale Konkurrenz findet sich bei den Männern ein. Lukas Abele und Pascal Kleyer werden sich unter anderem gleich mit vier Läufern messen müssen, die Bestzeiten unter 1:47 Minuten vorweisen können: Mohemed Belbachir (Algerien), Aaron Botterman (Belgien), Abedin Mujezinovic (Bosnien-Herzegovina) und Zan Rudolph (Slowenien).

Neben den Eliteläufen, die im Hauptprogramm ab 19:30 Uhr starten, können sich die Zuschauer auf insgesamt knapp 40 Rennen freuen, bei denen es um nationale und internationale Normerfüllung und Bestzeiten im Minutentakt gehen wird. Hilfe erhalten die Athletinnen und Athleten dabei von Tempomachern in allen Läufen, darunter so prominente Namen wie Jana Sussmann.

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