U20 EM in Grosseto: Jana Reinert verpasst Bronze nur hauchdünn

Mit Jana Reinert, Pascal Kleyer sowie der Schweizerin Sibylle Häring hatten sich in diesem Jahr gleich drei LGR-Athlet/innen für die Jugendeuropameisterschaften im italienischen Grosseto qualifiziert. Auch wenn die Bilanz am Ende etwas frustrierend ausfiel, konnten alle Drei internationale Atmosphäre schnuppern und wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln.

Eigentlich eine sehr starke Leistung zeigte Jana Reinert im heißen Italien. Als viertbeste 800m Läuferin war sie gemeldet und auf dem vierten Rang endete schließlich auch ihr Grosseto-Auftritt. Nach einem souverän und klug gestalteten Halbfinale am Freitag hatte sich Jana als eine der Medaillenfavoritinnen positioniert. Im Finale am Samstag war sie dann im Verlauf der ersten 500/600 Meter sehr "eingebaut" und musste viel in der Kurve außen laufen. Auf der Zielgeraden konnte sie schließlich mit großem Kämpferherz bis auf Platz 3 vorsprinten, wurde aber quasi auf der Ziellinie von einer Slowakin noch eingefangen. Eine tolle Leistung (2:07,17min) wurde am Ende wegen 2 Hundertstelsekunden Rückstand nicht mit Bronze gekrönt. Die Enttäuschung war entsprechend groß, wie Janas Kommentar verdeutlicht: „Dann wäre ich lieber Fünfte geworden"!

Deutlich schlimmer erging es aber Pascal Kleyer, der als einer der Favoriten nach Italien gereist war. Seinen Vorlauf über die beiden Stadionrunden hatte er freitags noch sehr souverän gestaltet. Bei wiederum großer Hitze war er am Folgetag in seinem Halbfinalrennen aber völlig von der Rolle. Leider befand er sich dort nämlich schon nach 200 Metern in einer ungünstigen hinteren Position. Als dann vorne die Post abging, war der Top-Mittelstreckler einfach viel zu weit weg. Mit Platz 20 und für ihn indiskutablen 1:53,64min blieb Pascal letztlich deutlich hinter den (auch eigenen) Erwartungen zurück. „Ich weiß nicht, was mit mir los war,“ zeigt Pascals Ratlosigkeit im Hinblick auf seinen Leistungseinbruch in Grosseto.

Ebenfalls ein wenig den hohen Temperaturen Tribut zollen musste letztlich die für die LGR startende Eidgenössin Sibylle Häring, die sich als U18-Athletin über 3.000 Meter Hindernis für das Schweizer Team qualifiziert hatte. Mit einem fulminanten Rennen und toller Leistung im Vorlauf verbesserte sie in 10:28,02min zunächst den Schweizer Jugendrekord und lief sich ins Finale. Im Endlauf war dann bei erneut 40 Grad und dem zweiten Rennen innerhalb von 48 Stunden aber der Akku leer und es blieb „nur“ Platz 13.

Ergebnisse

 

 

 

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