Julian Howard und Chris Kessler sammeln Erfahrungen und Eindrücke in Taipeh

Eher enttäuscht von ihrem Abschneiden bei den Studentenweltmeisterschaften in Taipeh/Taiwan zeigten sich die LGR-Spitzenathleten Julian Howard und Christoph Kessler am gestrigen Sonntag nach ihren Wettkampfeinsätzen.

In gewisser Weise ein Déjà vu-Erlebnis hatte in Taipeh LGR-Weitenjäger Julian Howard. In der Weitsprung-Qualifikation ging für den KIT-Studenten und amtierenden Deutschen Meister bei teilweise böigen Winden kein gültiger Versuch in die Ergebnislisten ein, ganz ähnlich wie zuvor in London, wo er zweimal übergetreten war. „Was war das denn“, kommentierte Julian anschließend sein xXx. „Naja... Ich hatte eine unglaublich tolle Saison und unheimlich viel Spaß, auch wenn es vielleicht nicht immer so gewirkt hat.“ Auch wenn es bei der Universiade nun nicht geklappt hat, kann Julian jedenfalls stolz auf die nun beendete Saison 2017 zurückblicken und im nächsten Jahr mit dem Höhepunkt der Europameisterschaften in Berlin wieder voll angreifen!

Für LGR-Mittelstreckler Christoph Kessler war über 800 Meter zunächst trotz der enorm anstrengenden Temperaturen um 40 Grad Celsius alles nach Plan gelaufen. Am Samstag hatte sich der KIT-Student in einem der sieben Vorläufe – einmal wieder im schnellsten – als Drittplatzierter noch sicher in 1:50,63 min durchgesetzt. Tags darauf lief es dann in seinem Semifinallauf, dem letzten der drei Halbfinalrennen, von Beginn an chaotisch. Ein Platz unter den beiden Siegern oder eine schelle Zeit unter den im ersten Semifinale erreichten 1:48,66min musste geboten werden – ein sehr schwieriges Unterfangen angesichts der heißen Abendschwüle und des Platzregens, der auf der zweiten Stadionrunde auf die Läufer niederging. Hinzu kam, dass der Rennverlauf durch einen zunächst führenden Läufer aus der Karibik, der schließlich als abgeschlagener Letzter das Ziel erreichte, zum Roulette wurde und Christoph am Ende in 1:50,13 min seinen Finaltraum begraben musste. „Das sind 800 Meter…manchmal eben ein echtes Pokerspiel“, lautete der etwas frustriert-lakonische Kommentar von Trainer Günne Scheefer, der sich mit der diesjährigen Gesamtbilanz seines Schützlings allerdings sehr zufrieden zeigte. Immerhin durfte Christoph in 2017 fünfmal bei internationalen Rennen antreten – eine gute Erfahrungsbilanz im Hinblick auf die EM im kommenden Jahr. Weiter so!

 

 

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