Christoph und Julian bleiben hinter ihren Erwartungen

In der Weitsprung-Qualifikation am Montagnachmittag zeigte sich wieder einmal, wie wichtig es ist im ersten Versuch einer Qualifikation einen gültigen Versuch zu haben. "Dort geht es nicht um Schönheit oder technische Perfektion - eine Qualifikation ist schlichtweg reiner Überlebenskampf, es geht nur ums Weiterkommen" meint Coach Udo Metzler. "Außer dem Griechen, der sehr überzeugend mit 8,15m gleich im ersten Versuch die Qualifikation locker überstand, haben alle Weitspringer riesige Schwierigkeiten gehabt - auch die vermeintlichen Favoriten". 

Letztendlich waren 7,72 m notwendig, um unter die zwölf Besten zu kommen und sich somit für das Finale zu qualifizieren.
"Und deshalb ist es umso ärgerlicher, dass es nicht gereicht hat. Der zweite Versuch war richtig weit, hätte locker gereicht und hätte gültig sein müssen" resümiert Julians Coach etwas zerknirscht. "Im letzten Versuch ist Julian leider nicht konsequent genug marschiert und mit 7,64 m unter Wert ausgeschieden". Er belegte damit am Ende Rang 19 und ärgerte sich über die Fehler beim Anlauf.

Beim Blick auf die Teilnehmerliste heute wird klar, was möglich gewesen wäre, auch wenn die Vorbereitung und die Saison trotz neuer PB von 8,20 m wegen mehrerer Verletzungen alles andere als optimal gelaufen ist. 

Auch für Christoph Kessler reichte es leider nicht für die nächste Runde. Im zweiten von insgesamt vier Vorläufen setzte er sich nach 200 m an die Spitze des Feldes, da sich keiner der Konkurrenten annahm die Führung zu übernehmen. Chris erhoffte sich von einem schnelleren Rennen über die Zeitregel das Halbfinale zu erreichen. Getragen vom Publikum und der Atmosphäre im Stadion lief er die 400 m in sehr schnellen 51,7 sec von vorne an. 

Er konnte seine Position stark verteidigen, auf der Zielgeraden büßte er allerdings die zu forsche Attacke zwischen 180 m und 400 m und das Feld überholte ihn von hinten. „Die Taktik wäre fast aufgegangen, so kann man ausscheiden“, fasst sein Trainer Günther Scheefer den Lauf zusammen. Mit seiner Zeit von 1:48,13 min war er dennoch der schnellste der drei Deutschen, die in den anderen Vorläufen ebenfalls das Halbfinale verfehlten und lief mit einem sehr mutigen Auftritt auf Platz 19.

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